Fakten & Zahlen

Gefährdete Kinder

Kinder sind immer mehrfach gefährdet: Ihr biologisches Wachstum und ihr Angewiesensein auf den Schutz und die Unterstützung Erwachsener macht sie sensibel und abhängig. Die Einflussfaktoren auf Kinder und ihr Wohlbefinden sind zahlreich und komplex, in den Ländern des Südens genauso wie in Europa. Armut ist oft Wurzel und Folgeerscheinung gesellschaftlicher Verhältnisse. Grundbedürfnisse wie Ernährung und Hygiene, Bildung oder Gesundheit sind nicht gedeckt. Behinderung, Minderheiten-Zugehörigkeit oder elterliche Abwesenheit drängen Kinder ins Out. Körperlicher oder psychischer Missbrauch und Gewalt, Krisen und Konflikte zerrütten ihre Lebenswelt. Die Anzahl besonders gefährdeter Kinder steigt rasant.

Schmetterling. Copyright: M. Pöltl

Kinderrechte: Verletzungen und Fortschritte

Die von der internationalen Staatengemeinschaft im Jahr 2000 gesetzten globalen Millenniumsentwicklungsziele zeigen nur bedingten Fortschritt. 27 Länder, hauptsächlich in Sub-Sahara-Afrika, haben konstant hohe Kindersterblichkeitsraten, immer noch sind mehr als ein Viertel aller
Kinder weltweit unterernährt (United Nations, Millennium Development Goals Report, 2008).

2010 hat die Europäische Union zum ’Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung’ erklärt. Denn auch in Europa sind Kinder im Vergleich zur Gesamtbevölkerung mit 19% überdurchschnittlich armutsgefährdet (Eurochild fact sheet), Ein-Eltern-Haushalte und Familien mit drei oder mehr Kindern haben ein hohes Armutsrisiko. Geschätzte 150 Millionen Mädchen und 73 Millionen Burschen unter 18 weltweit haben eine Form sexuellen Missbrauchs erlebt (World Report on Violence against Children, 2006).

Und das sind nur einige der sehr allgemeinen Zahlen, mit denen betroffene Organisationen konfrontiert sind, und die betroffen machen, umso mehr, wenn man mit den Einzelschicksalen vertraut ist, die hinter solchen Zahlen stehen.

There is a crack, a crack in everything, that’s how the light gets in.
Leonard Cohen, ,Anthem'