Körperpsychotherapie und Visionssuche

Ich war und bin immer noch ein Suchender,
aber ich habe aufgehört,
Sterne oder Bücher zu befragen,
ich habe angefangen, auf die Lehre zu lauschen,

die mein Blut mir zuflüstert.

Hermann Hesse

Körperpsychotherapie unterstützt den Zugang zu unserer Lebendigkeit

Biodynamische
Psychologie und
Körperpsychotherapie

Der Begriff ‚biodynamisch‘ bezieht sich auf den natürlichen Fluss der Lebensenergie (bios = Leben, dynamisch = Kraft), der körperliche, psychische, mentale und seelische Ebene als in Wechselwirkung stehende Einheit verbindet.

Die Biodynamische Psychologie  und Körperpsychotherapie geht davon aus, dass wir unsere Erfahrungen ‚verkörpern‘. Unverarbeitete Emotionen oder Belastungen, die das Nervensystem nicht regulieren kann, sind im Körper abgespeichert. Über Körperwahrnehmung, achtsame Berührung und das eigene Spüren kommen wir mit im Körper gehaltenen Empfindungen, Gefühlen und Themen in Kontakt.

Wir bekommen Zugang zu inneren Ressourcen, können alte Blockaden in Fluss bringen und belastende Erfahrungen integrieren. Die Selbstregulation des Nervensystems wird unterstützt und gehaltene Spannung kann sich lösen. Die Biodynamische Körperpsychotherapie fokussiert besonders auf Entwicklungstraumata im bindungsbezogenen Rahmen der (früh-)kindlichen Entwicklung und wie diese sich körperlich und gefühlsmäßig auf Menschen auswirken.

Die Verbindung mit der positiven Kraft und Weisheit unseres Körpers unterstützt, ins körperliche und emotionale Gleichgewicht zu finden, Selbstregulation und Lebensenergie anzuregen, unser Leben freudvoll, authentisch und schöpferisch zu gestalten und unser volles Potential zu leben. 

Die biodynamische Körpertherapie wurzelt in der biodynamischen Psychologie® und Körper Psychotherapie. Sie wurde von der Norwegerin Gerda Boyesen begründet (basierend auf Arbeiten von S. Freud, C. G. Jung und Wilhelm Reich). Weitergehende Informationen gibt es auf der Website der europäischen Schule für biodynamische Psychologie.

Die Biodynamische Körperpsychotherapie ist von der Europäischen Gesellschaft für Psychotherapie (EAP) als wissenschaftlich anerkannt, ist jedoch keine nach dem Österreichischen Psychotherapiegesetz anerkannte Psychotherapiemethode.

Die Visionssuche ist ein Ritual, dass den Übergang von einer Lebensphase in eine andere unterstützt. Es ist aus fast allen indigenen Kulturen, auch der europäischen, überliefert. Dabei verbringen Menschen alleine Zeit in der Natur und fasten. Im bewussten Kontakt mit der Natur klärt man Lebensfragen, verabschiedet Vergangenes und bekommt Impulse für die zukünftige Lebensgestaltung, bekräftigt die gewünschte Veränderung.

Viele Momente im Leben bringen Veränderung und verlangen Entscheidungen, etwa Schulbeginn, Pubertät, Berufswahl, Neuorientierung, Partnerschaft, Familiengründung oder Pensionierung. Diese Übergänge werden immer individueller, viele Menschen stehen oft alleine vor großen Veränderungen, durch Burnout, Krankheit, Abschiede oder berufliche Veränderung. Auch Kinder und Jugendliche gehen heute durch viele Phasen ihrer Entwicklung auf sehr unterschiedliche Weise.

Ich fühle mich mit der Tradition der Visionssuche sehr verbunden. Sie ergänzt sich gut mit dem körpertherapeutischen Ansatz. Die Erde ist die Materie, der wir angehören und die wir bewohnen. Die Verbindung mit der Natur nährt uns, sie aktiviert unsere Selbstheilungskräfte, in Kontakt mit ihr werden wir ruhiger, entspannter, spüren unsere ursprüngliche Lebendigkeit.

Hintergrundinformationen bietet das Deutsche Netzwerk für Visionssuche.

Steine aus dem Weg räumen mit Körper Psychotherapie

Visionssuche

Gut verwurzelt mit Biodynamischer Körper Psychotherapie

Grundhaltung

Wir sind alles: Jeder trägt alles in sich, was es braucht, kraftvoll, frei, zufrieden und in Freude zu sein, die eigenen Begabungen und Visionen zu leben. Unser Körper weiß das, er erinnert uns. Wenn wir ihm und seinen Impulsen vertrauen, kann Veränderung geschehen.

Wir sind im Fluss: Wir sind immer im Werden. Mit jedem Ein- und wieder Ausatmen verändern sich unsere Empfindungen und Gefühle neu. Dieser Lebendigkeit zu folgen löst alte Muster und bringt uns in unsere Mitte.

Wir brauchen grenzen: Wie Wasser ohne Behältnis versickert, so brauchen auch wir Grenzen, Struktur, ein gutes Gehalten sein, damit unsere Lebendigkeit frei fließen kann. Klarheit, Dasein und Selbstannahme ermöglichen Vertrauen und Entfaltung.

Wir sind mehr: Oft belasten uns Geschehnisse, die ungesehen und verborgen geblieben sind. Über das Spüren kommt nicht Wahrgenommenes ans Licht, kann gewürdigt und integriert werden. Alles darf sein. Das macht uns frei für neue Möglichkeiten.

Wir sind ganz: In Schmerz und scheinbar negativen Gefühlen sind oft unsere größten Stärken gebunden. In jeder Wunde entdecken wir Wunder, in jedem Schatten liegt ein Schatz verborgen. Mit ihnen wird das Leben voller, ganzer, bedeutender.

Wir sind Schöpfung: Wir sind machtvolle Gestalter unseres Lebens, mit jedem Atemzug. Unser Körper lädt uns ein, diese tiefe Weisheit anzuerkennen, und die Kraft und Freiheit zu leben, Schöpfer unseres Lebens zu sein.

Wir sind verbunden: Wir sind nie ganz alleine, auch in Situationen im Leben die uns so erscheinen. Unser Spüren ermöglicht uns, die Verbundenheit mit allem wahrzunehmen und in die heilsame Verbindung mit uns selbst zu kommen.

Was mich motiviert...

Wenn wir alle in unserer Mitte ruhen, uns gut spüren und unserer innersten Wahrnehmung folgen, dann leben wir in einer besseren Welt.

Wenn jeder mit sich und seinem Leben zufrieden ist,  sein volles Potential lebt, sich verbunden fühlt und Vertrauen hat zu anderen, dann verändert das die Zukunft – dann sind wir gute Eltern, für uns selbst und unsere Kinder.

Für Kinder die liebevoll aufwachsen, selbstbewusst (sich selbst bewusst), und sich so entwickeln dürfen, wie es ihnen und ihrem innersten Wesen entspricht.

Spüre kurz nach: Wie würde dein Leben ausschauen, wenn du tief mit dir und allem verbunden, dein wahres Potential lebst? Und was für eine Welt wäre das, wenn das alle tun? 

Gräser Sonnenaufgang